Sobald die Drums sitzen, arbeitet Rich Keller mit der kompletten Band (Bass, Gitarre, Trompete, Saxophon, Keys, Perkussion, DJ) nach einem Leitprinzip bei jedem Schritt: 'diene der Musik, schmücke sie nicht.'
Teil 2 ist der Abschnitt, in dem das Gesamtbild zusammenkommt. Rich entwickelt den Bass aus einer DI/Mikrofon-Mischung zu etwas wirklich Kraftvollem, bändigt eine harte Höhenkante der Trompete, ohne ihre Präsenz zu beeinträchtigen, und mischt zwei Saxophon-Mikrofone, die an völlig unterschiedlichen Positionen platziert sind, zu einem stimmigen Klang. Er geht in die Keyboard-Overdubs, erklärt, wann Clip-Gain Fader-Fahrten überlegen ist, und zeigt eine Master-Bus-Kette, die Live-Aufnahmen das Gewicht und den Zusammenhalt einer richtigen Platte verleiht.
Am Ende: ein Vorher-/Nachher-Vergleich des ursprünglichen TV-Broadcast-Mixes versus Richs aufnahmebereiter Version. Ein Hören genügt, und Sie werden genau verstehen, warum Vince Wilburn Jr. diese Entscheidung getroffen hat.
In dieser Folge sehen Sie, wie Rich Keller:
- Baut den Bass mit einem LA-2A in die UAD SVT Pro Amp-Simulation auf, eine bahnbrechende Kombination
- Formt die Gitarre mit dem CLA-Plugin und einem sorgfältigen Highpass auf dem Sub-Bus
- Verwendet das Greg Wells AcousticMe, um die Trompete zu wärmen und zu fokussieren, ohne ihre Präsenz zu verlieren
- Setzt einen Multiband-Kompressor ein, um gezielt eine unangenehme Höhenkante der Trompete zu zähmen
- Verschmilzt zwei Saxophon-Mikrofone aus völlig unterschiedlichen Positionen zu einem einheitlichen Klang
- Regelt das Übersprechen der Perkussion durch gezieltes Stummschalten, mit dem Video als Orientierung, und ganz ohne Gates
- Erklärt, wann und warum Clip-Gain musikalischer ist als Fader-Automation
- Führt durch die komplette Master-Bus-Kette: SSL-Bus-Kompressor, Gold Clip, von Serban empfohlene Sättigung und die God Particle als abschließenden Kleber
- Zeigt den Vorher-/Nachher-Vergleich: TV-Broadcast-Mix vs. aufnahmebereiter Mix